AutoGIS im Einsatz Pirna
Startseite
Anwenderberichte
Erfahrungen

August 2002. Große Teile Deutschlands sind von der Wasserflut bedeckt. So auch Pirna. Kaum eine Viertelstunde brauchte die sonst so kleine und friedliche Gottleuba, um sich einen Weg in die Plankammer der Stadtwerke Pirna GmbH (SWP) zu erzwingen.

 Glück im Unglück, daß bereits ein großer Teil der Netzdaten im Geographischen Informationssystem AutoGIS gespeichert waren.

 AutoGIS ersetzte eine Berechnungssoftware, die bis dahin auch der Netzdokumentation diente.

 Bei der Auswahl des GIS legte der Auftraggeber, neben anderen Anforderungen, besonderen Wert auf einfache Handhabung, auf Systemoffenheit, alle graphischen- und nichtgraphischen Netzdaten waren in einer relationalen Datenbank (RDBMS) zu speichern, eine STANET-Schnittstelle zu liefern, auf Datensicherheit und die Einhaltung von Fachstandards. Zu letzterer Forderung zählte auch der Einsatz von Autodesk-Produkten, insbesondere Autodesk MAP.

 Schon mit Projektbeginn wies AutoGIS nach, daß die Stadtwerke auf das richtige System gesetzt hatten. Große Datenmenge waren zu integrieren. Zunächst die Grundkarte des Vermessungsamtes. Sie wurde aus dem SICAD SQD-Format importiert und mit aktuellen Vermessungsdaten ergänzt. Dann die bereits im TBIS (dem abzulösenden System) erfaßten Netzgraphiken. Hierfür wurde von IBB eine Importschnittstelle entwickelt. Schließlich mußten weit über 1000 Vermessungsdateien mehrerer örtlicher Vermessungsbüros (zumeist DWG und DXF unterschiedlichster Struktur) integriert werden. Zusammen mit Autodesk MAP (nur AutoCAD ist auch möglich) hielt AutoGIS den Anforderungen stand. Letztlich ergab sich aus dem anfänglichen Sammelsurium an Daten ein konsistentes und homogenes Abbild aller Netze der SWP auf  Grundlage einer aktuellen Grundkarte des gesamten Versorgungsgebietes.

 Wie in vielen EVU’s verfügen auch die SWP über einen hochqualifizierten Mitarbeiterstamm zur Bestandsfortführung im Änderungsdienst. Allerdings reichten diese Kapazitäten nicht, um das (zusätzliche) Arbeitsaufkommen kurzfristig zu realisieren. Einen großen Teil dieser Arbeiten leistete IBB INGENIEURBÜRO BATTEFELD. Als Ingenieurbüro für Vermessung und graphische Datenverarbeitung mit mehr als 25 jähriger Erfahrung wurden alle Aufgaben der Datenintegration und Bestandserfassung mit der erforderlichen Kompetenz abgewickelt. Dabei kam SWP auch zu Gute, daß IBB seit mehr als 15 Jahren autorisierter Applikationsentwickler von Autodesk ist.

 Seitens SWP blieb mit dem Zusammentragen der Daten, der Prüfung von Ergebnissen und der Klärung von Ungereimtheiten immer noch ein über die Tagesaufgaben hinausgehendes Arbeitspensum. Daß gerade in den Zeiten der Flut und der darauf folgenden Schadensbeseitigung die Arbeiten am GIS nicht abrissen, war dem Engagement aller Projektbeteiligten zu verdanken. Eine große Hilfe war dabei der bereits aufbereitete Datenbestand. Gerade in der Zeit nach der Flut diente AutoGIS als wichtige Informationsquelle bei der Besitigung vieler Flutschäden am Gas- und Wassernetz. Schnell konnten den Einsatzkräften Lageinformationen und Daten über die betroffenen Betriebsmittel bereitgestellt werden.

 Nach dem Abschluß der Datenübernahme der Rohrleitungsmedien wird das Kanalsystem aus einem anderen GIS importiert. Selbstverständlich verfügt AutoGIS über eine ISYBAU-Schnittstelle. Weil dieser Standard aber beispielsweise keine Informationen über die Lage von Beschriftungen enthält wurde eine individuelle Schnittstelle generiert.

 Die Fortführung des Planwerkes erfolgt im zentralen Zeichenbüro. Hier sind Vollversionen der Software installiert. Für die graphische Bearbeitung stehen den Anwendern alle AutoCAD-Funktionen zur Verfügung. AutoGIS ergänzt diese allgemeine graphische Funktionalität um GIS-spzifische Komponenten. Unterschieden werden der Grundmodul, die darauf aufbauenden Anwenderschalen und das Auskunftssystem.

 Im Grundmodul werden anwendungsneutrale Funktionen bereitgestellt. Dazu gehören in erster Linie die blattschnittfreie Zeichnungsverwaltung und das Transaktionsmanagement. Alle GIS-Objekte werden bei Erfassung oder Änderung sofort in der Datenbank gespeichert und in der Graphik visualisiert. Das hat eine sehr hohe Datensicherheit zur Folge. Da alle Eingaben immer sofort gespeichert werden, kann selbst bei einem Systemabsturz nichts verloren gehen (abgesehen von der dabei gerade vorgenommenen Transaktion). Weiterhin stehen dem Anwender verschiedene Funktionen zum Plotten, der interaktiven Selektion und zur automatisierten Erstellung von Übersichtsplänen zur Verfügung.

 Beliebige Blattrahmen können automatisch erzeugt und maßstabsabhängig WYSIWYG eingefügt werden. Dazu genügt bereits die Angabe der Plannummer. Mit den Selektionsfunktionen kann der Anwender den gesamten Datenbestand nach beliebigen Kriterien (z.B. alle Leitungen eines bestimmten Materials und Baujahres) durchsuchen und das Ergebnis in verschiedenen Modi (z.B. Einfärbung, Blinken, Kopieren) auswerten.

 Reine Datenbankauswertungen können übrigens auch ohne AutoGIS durchgeführt werden. Erfahrenen Nutzern steht dafür das mitgelieferte SYBASE-Datenbanksystem (alternativ kann beispielsweise auch ORACLE genutzt werden). Wer nicht so tief in die Geheimnisse der Datenbanken eintauchen mag, kann auch mittels ODBC aus seinem gewohnten MS EXCEL oder MS ACCESS auf alle GIS-Daten zugreifen, sofern er die entsprechenden Rechte hat.

Anwenderschalen für die einzelnen Medien liefern spezifische Funktionen, Formulare, Datenmodelle und Symboliken. Die Funktionalitäten reichen von einfachen Plausibilitätsprüfungen der Eingaben bis beispielsweise zur automatischen Generierung von Schnitten und Profilen. Bei der Gestaltung der Eingabemasken und Symbolbibliotheken wurde insbesondere Wert darauf gelegt, daß sie einerseits nutzerfreundlich handhabbar sind und andererseits den einschlägigen Vorschriften nach DVGW, ATV und DIN entsprechen. Die Datenmodelle der Anwenderschalen entsprechen den Anforderungen der jeweiligen Medien. Zur einfachen und fehlersicheren Eingabe von Sachinformationen wird soweit wie möglich mit Schlüsseltabellen gearbeitet. Alle leitungsgebundenen Medien sind in der Datenbank als Knoten-Kanten-Modell abgebildet. Das ist die Grundlage der Schnittstelle zum Netzberechnungsprogramm STANET. Diese liefert einen strukturierten ASCII-Code. Die mitgelieferten Symbolbibliotheken orientieren sich in erster Linie an den einschlägigen Vorschriften, können aber auch individuell angepaßt werden.

Zum unkomplizierten, nur lesenden Zugriff auf alle GIS-Daten sind bei den Stadtwerken Pirna mittlerweile mehrere Auskunftssysteme installiert. Das Auskunftssystem ist dazu mit eine speziellen Oberfläche versehen, die eine unkomplizierte Selektion der gewünschten Daten, beispielsweise nach Ort, Straße und Hausnummer oder graphisch aus einem Übersichtsplan erlaubt. So kommen auch „Gelegenheitsanwender“ schnell an ihr Ziel.

IBB INGENIEURBÜRO BATTEFELD  Bochum Nöckerstraße 37c
44879 Bochum
Tel: 0234-94172-0

 Mit Fragen oder Hinweisen wenden Sie sich bitte an
  

IBB INGENIEURBÜRO BATTEFELD  Leipzig Brahestraße 17
04347 Leipzig
Tel: 0341-2330465

Hydraulische Berechnungen - GIS -  Vermessung - BricsCad V8 - Kartierung - AutoCAD - Autodesk  MAP3D - DVGW - Vermessung - GPS - INTERGEO - Free Download von BricsCad - IntelliCAD - BricsCad V7 - Programmierung - Energieversorgung - AutoLISP - VB -  VBA - SQL - SYBASE SQL Anywhere - Individualprogrammierung - Gas - Wasser - Strom - Fernwärme - Abwasser - Kanal - Kataster - Indirekteinleiterkataster - relationale Datenbanken - SICAD - Netzberechnung - STANET - AutoSTA - Schnittstellen - SQD - SQS - ALK - ALB - EBDS - ISYBAU - GRADIS - AutoCAD
 ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------