Seit Jahren stabil - AutoGIS 
Bei den Stadtwerken Kempen GmbH
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Die Aufgabenstellung

 

Die Stadtwerker im niederrheinischen Kempen suchten vor etwa sechs Jahren mehr, als nur eine Software, um ihre Netzdokumentation vom Reißbrett auf den Rechner zu verlagern. Ja, die Fortführung des Planwerkes sollte dabei auch automatisiert werden. Ebenso war eines der wichtigen Ziele, die Weiternutzung der GIS-Daten im eigenen Hause sowie deren Austausch mit Anderen, beispielsweise Ingenieurbüros, Bauunternehmen oder Katasterbehörden. Natürlich sollte das künftige GIS zuverlässig und sicher sein, alle Informationen homogen und konsistent an jedem Arbeitsplatz zur Verfügung stellen. Last, but not least wurde ein Dienstleister gesucht, der alles, einschließlich Datenerfassung und Support aus einer Hand bereitstellen kann.

Arbeiten wir den, nur kurz umrissenen Anforderungskatalog von hinten nach vorne ab. Mit dem Ingenieurbüro Battefeld wurde ein Unternehmen gefunden, was seit nahezu 30 Jahren auf dem Gebiet der Netz- und Leitungsdokumentation arbeitet und dieses Geschäft seit Mitte der 80’er Jahre auf der Basis von AutoCAD betreibt. Schnell erkannte das innovative Unternehmen die Chancen, aber auch Grenzen dieser Software. Auf der Haben-Seite standen ausgereifte Funktionen der rechnergestützten Zeichnungserstellung, eine bereits damals weite Verbreitung als CAD-System und die damit verbundene Wirtschaftlichkeit.

 

Die Netzdokumentation stellt allerdings noch viel mehr Anforderungen. Zunächst galt es Funktionen der vermessungsgerechten Planbearbeitung zu implementieren. Angefangen beim Datenaustausch mit registrierenden Messgeräten, über viele Funktionen der geodätisch exakten Transformationen und Kartierung bis hin zu „Kleinigkeiten“, wie beispielsweise der Orthogonalbemaßung mit Rechtwinkelzeichen und einem doppelt unterstrichenen Endmaß. Um nun aber aus solchen vorschriftsgerechten CAD-Zeichnungen auch ein GIS zu machen das seinen Namen verdient, galt es die Sachinformationen mit der graphischen Darstellung zu verknüpfen. Beides, Graphik- und Sachdaten, wurde in einer relationalen Datenbank integriert. Dabei handelte es sich um weit mehr, als nur den Verweis graphischer Elemente auf die Datenbank und umgekehrt. „Intelligente“ Objekte entstanden, mit konfigurierbaren Eigenschaften und Funktionen. AutoGIS war geboren. Und das bereits 1986!

 

Diese Integration führte zu einer Reihe von bedeutenden Effekten. Da ist zunächst die Datensicherheit. Auf Grund der transaktionsbasierten Arbeitsweise garantiert AutoGIS zu jedem (!) Zeitpunkt die Homogenität und Konsistenz des gesamten Datenbestandes. Selbst bei Systemausfällen bleibt ohne vorheriges Zwischenspeichern alles erhalten, was bis dahin bearbeitet wurde. Der Anwender zeichnet und beschriftet quasi direkt in die Datenbank. Wenn man es so will, dient AutoCAD eigentlich „nur“ der Visualisierung von Datenbankinhalten und stellt ausgereifte Zeichnungsfunktionalitäten zur Verfügung.

 

Ebenfalls aus der Datenintegration abgeleitet ist ein breites Spektrum an verfügbaren, oder auch kurzfristig zu generierenden Schnittstellen. Nahezu beliebige Datenbankauswertungen können Anfragen über die Betriebsmittel der Netze liefern. Dank einer strengen Topologiekontrolle bereits bei der Datenerfassung, bedient AutoGIS neben solchen kaufmännischen Lösungen auch Systeme zur Netzberechnung und Netzbewertung. Dass Datenformate wie DWG, DGN, DXF, TIF und so weiter verfügbar sind, wird als Selbstverständlichkeit nur am Rande erwähnt.

 

Die Aufgabenrealisierung

 

In der zweiten Hälfte der 90’er Jahre bewogen diese und weitere Faktoren, wie beispielsweise eine attraktive Preisgestaltung, die Stadtwerke Kempen zur Einführung von AutoGIS. Begonnen wurde mit einer AutoGIS-Vollversion und Anwenderschalen für alle Medien (Gas, Strom, Wasser und Fernwärme). Während sich in den Stadtwerken die GIS-Lösung noch in einer ersten Aufbauphase befand, wurde vom Ingenieurbüro Battefeld bereits ein großer Teil der Netzdaten erfasst.

 

Dass der Schritt nicht nur von den damals wenigen Enthusiasten, sondern mittlerweile auch von den anderen Kollegen befürwortet wird, zeigt sich in den mittlerweile 4 installierten Vollversionen und 10 Auskunftsarbeitsplätzen.

 

Die AutoGIS-Vollversionen bietet auf der Grundlage von Autodesk MAP alle Möglichkeiten zur Fortführung der Datenbestände. Natürlich setzt sie eine dementsprechende Qualifikation der Mitarbeiter und den laufenden Umgang damit voraus. Andere Kollegen, beispielweise die Netzmeister, benötigen nur einen lesenden Zugriff auf die Daten mittels des Auskunftssystems. Es erfordert kein AutoCAD und hat eine sehr einfache Oberfläche zur Datenabfrage.

 

Auch heute steht in Kempen die Dokumentation der Netze im Mittelpunkt der GIS-Anwendung. Die mit den Jahren gewachsene Datenbasis einerseits und die Weiterentwicklung von AutoGIS auf der anderen Seite erlauben darüber hinaus eine ganze Reihe weiterer Anwendungen. Sie reichen von einfachen statistischen Auswertungen, beispielsweise zur Bewertung der Altersstruktur von Betriebsmitteln, über die Verwaltung der Anlagenverantwortlichen von Mittelspannungsstationen bis hin zum Datenabgleich mit der Anlagenbuchhaltung oder der Verwaltung der Gestattungsverträge.

 

Zum Zweck der Berechnung stehen die Netzinformationen entsprechenden Softwarelösungen wie STANET oder NEPLAN zur Verfügung. Das hat zur Folge eine signifikante Verringerung des Aufwands zur Folge, weil diese Daten nur an einer Stelle, nämlich im AutoGIS, gepflegt werden müssen.

 

Fazit

 

Im Verlauf der letzten 5 Jahre wurde in den Stadtwerken Kempen GmbH eine GIS-Lösung aufgebaut, die den Erwartungen der Anwender heute und auch in Zukunft gerecht wird. Möglich wurde das vor allem durch eine konstruktive und partnerschaftliche Zusammenarbeit von Auftraggeber und Auftragnehmer. Genau die Kooperation mit den Kollegen aus Kempen und anderen AutoGIS-Anwendern ist auch die Basis der ständigen Weiterentwicklung der Software.

 

Erst die betrieblichen Aufgaben waren es, die zur Entwicklung spezieller Funktionen geführt haben und dies auch weiterhin bewirken. So werden beispielsweise in absehbarer Zeit aus den Bestandsdaten auch Schaltschemata abgeleitet (ohne Datenredundanzen!), oder das mobile AutoGIS-Auskunftssystem mit GPS gekoppelt. 

IBB INGENIEURBÜRO BATTEFELD  Bochum Nöckerstraße 37c
44879 Bochum
Tel: 0234-94172-0

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IBB INGENIEURBÜRO BATTEFELD  Leipzig Brahestraße 17
04347 Leipzig
Tel: 0341-2330465

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